Rimska lončenina z nekaterih emonskih najdišč

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  • Iva Mikl Curk

Povzetek

Im Artikel werden die Funde der Grabungen in den fahren 1964—1971 bearbeitet. Das soll zum Vergleichen der verschiedenen Forschungsergebnisse in Emona dienen. Analisiert wurden die Keramikfunde vom Grossteil des Forums (Ferantov vrt und Igriška ulica) der Stelle nordwestlich davon (Schule M. Vrhovnik, Čemažarjev vrt) und aus der Südosteck In der Beschreibung werden die Keramiktypen, die im vereinzelten Erdschichtenkomnl gefunden wurden, vorgestellt und versehen mit einer Schätzung der Gefässenmenge. iy archäologischen Schichten kann man fast überall in einen ausgesprochen späten Komnle'6 in eine Gruppe von mittelkaiserzeitlichen und von älteren Schichten und in die untern’ Schichte Teilen. An Typen sind Töpfe, Krüge und Kannen, Amphoren, Teller und beche artige Gefässe vorhanden, weiter einige Formen des Typenschatzes der italischen 0st gallischen und germanischen Sigillateti, seltener Schüsseln, Reibschalen-mortaria, Rauchschn len und unguentaria. Das Fundgut aus den Siedlungen ist immer sehr beschädigt, die Bruch stücke erlauben kaum die Rekonstruktion des Profils. Deswegen sind die Forschungsergeh nisse natürlich im beschränktem Ausmasse sicher. Doch im Ganzen dürfte der Typenschat jenem aus den Gräbern entsprechen. An der insula XXXIV — Čemažarjev vrt wurden Bruci/ stücke von ungefähr 600 Gefässen gefunden, davon 500 in den obersten Schichten; 50 0 ■ davon wären als Küchenkeramik zu deuten, 40 °/o diente beim Aufbewahren und Gebrauch der Flüssigkeiten und höchstens 8%> war es ausgesprochenes Tafelgeschirr. An der »Jako pičev vrt« (insula XV a) wurden in den oberen Schichten Bruchstücke von 300 Gefässen gefunden, 200 in der mittleren und 300 in der untersten Schichte. In der oberen Schichten waren ungefähr 35 °/o davon Küchenkeramik, 30 % den Flüssigkeiten gewidmet und 25 % war es Tafelgeschirr. Dieses Verhältniss drückt sich in den älteren Schichten zu 25 ; 40 : 30 aus. In der untersten Schichte dagegen gibt der Prozent an Tafelgeschirr gleich 55 °/o. Am Ferantov vrt (insula XX) im Forum wurde recht viel Keramik zu Tage gefördert So sind in den obersten Schichten wenigstens 230 Gefässe, in den mittleren und älteren über 1000 und in der untersten Schichte 150 Gefässe. Davon wären in der mittleren Schichten 40% als Küchenkeramik zu deuten, 50% zum Aufbewahren der Flüssigkeiten und 10 »/0 war es ausgesprochenes Tafelgeschirr. In der obersten und geradeso in der untersten Schichte ist höchstens 20% der Keramik als Kiichengeschirr zu deuten, 70% dagegen diente beim Gebrauch von Flüssigkeiten. In Igriška ulica, an der Westseite des Forums fand man im verhältnissmässig einheitlichen Komplex der Schuttschichten Scherben von ca. 200 römischen Gefässen; 70% davon dienten für Flüssigkeiten, 20% waren zum Essen bestimmtes Tafelgeschirr. An Küchenkeramik war sehr wenig vorhanden. In der Nähe der Schule M. Vrhovnik (insula XXXII, XXXIV) wurden Bruchstücke von 500 Gefässen bearbeitet. In der obersten Schichte sind über 60 °/o der Keramik der Küche bestimmt und 30 % der Tafel, in den mittleren und in der ältesten Schichte dagegen 45 % der Küchenkeramik und 45 °/o dem Tafelgeschirr. Im Artikel werden weiter solche typologischen Besonderheiten und Keramiksorten vorgestellt, die vom Fundgut der Gräberfelder abweichen. Das sind spätitalische Reliefsigillaten, vorgeschichtliche und frühmittelalterliche Scherben und einige unter a—o angeführte Gefässformen, mit Fundangaben versehen und zum Teil auch abgebildet. Weiter werden im Kapitel über die chronologischen Forschungsergebnisse einige geschlossenen Fundgruppen dargestellt, die einen absolut- oder relativchronologischen Wert besitzen. Unter 1 wird so die Keramik der untersten Schichte dargestellt (schon früher bearbeitet — Anm. 15). Zeitlich folgt dieser Schichte die Abfallgrube am Forum 2, wo Funde aus der claudischen Zeit und aus der Zeit bis in das frühe 2. Jahrhundert geborgen worden sind (Anm. 17—19). Dann werden weitere Fundgruppen dargestellt, davon als spät 7. 10, 16, 22—25 zu betrachten. Besonders aber ist die Keramik als Ganzes chronologisch bedeutend. Man kann gut das Aufkommen bzw. das Ausklingen von verschiedenen Erscheinungen verfolgen. So kann man die Abwandlungen der Tehnologie zum Herstellen der Küchentöpfe studieren (Anm. 28). Weiter wird beobachtet, dass die Amphoren der älteren Schichten einen besser bearbeiteten Ton zeigen und dass die schärfere Profilationen derselben Gefässe vorwiegend aus dem 2. Jahrhundert stammen. Die Bleiglasur der Reibschalen ist auch in Emona ein Zeichen der Spätzeit und die roten Teller werden im 3. Jahrhundert durch die dunklen aus groben Hauskeramik ersetzt. Wir haben schon früher erörtert wie uns die Keramik den Beginn des regeren Lebens in Emona zu datieren verhilft (Anm. 30). Dazu ist nichts beizufügen. Verhältnismässig häufiges Vorkommen der Hauskeramik in den späten Schichten im sinnvollen Verhältniss zu den Resten der grossen Bauten der Spätantike macht uns darauf aufmerksam, dass jedenfalls auch noch im 5. Jahrhundert Emona immer eine bemerkenswerte Einwohnerzahl hatte. Im Ganzen natürlich macht uns auch das keramische Material darauf aufmerksam, dass die Einwohnerzahl der späten Jahrhunderte im Verhältnis zu jener der früher bemerkbar ziiriickgegangen war, aber, wie gesagt, ist sie in der Spätzeit trotzdem nicht zu einem vollkommen unbedeutenden Rest zusammengeschrümpft. Die Keramikscherben machen weiter an bauliche Veränderungen im Stadtkern in der claudischen Zeit aufmerksam. Zuletzt versuchen wir noch etwas kulturgeschichtliches zu geben. Die Keramikgefässe sind, wenn man ihre Bestimmung beachtet, in so beachtenswert verschiedenen Gruppen vertreten, dass man sie zur Interpretation der vereinzelten Flächen in der Stadt benützen kann. Man könnte schon vermuten, dass in den »Jakopičev« und »Čemažarjev vrt« Bürgerf a m i l i e n durch die ganze römische Zeit wohnten, dass dagegen an der NO Ecke des Forums Getränke verkauft oder aufbewahrt wurden, und dass bei der Schule M. Vrhovnik eine öffentliche Küche ihren Platz hatte. Weiter kommt es ganz natürlich vor, dass man in den Spuren der Porticus und Baptisteriums und der Magistratsbasilika kaum Scherben fand, und dass fast alle, die man gefunden hat und die aus der römischen Zeit stammen, dem Tafelgeschirr zuzuschreiben sind. Weiter ist aufschlussreich die Tatsache, dass schon in der frühesten Schichte fast alle ausgesprochen »römischen« Gefässe vorhanden sind. Bei Tisch herrschten römische Sitten. Da die kleineren Trinkgefässe (Henkelkrüge, Becher) in grösseren Mengen vorhanden sind, als das dem Essen gewidmete Tafelgeschirr, könnte man vermuten, dass ein jeder bei Tisch mit eigenem Trinkgeschirr bedient wurde, dagegen aber die Speisen für die ganze Tafelrunde zusammen aufgetischt wurden. In der Spätzeit erscheint uns das Verhaltniss Zwischen Töpfen, Schüsseln und Tellern ganz geändert und dem der halbvergangenen Zeit in unseren Dörfern gleich. Das scheint noch ein Beweiss mehr für die Feststellung zu sein, wie sich die spätrömische Zivilisation schon von ihren mittelmeerländischen Quellen entfernt hatte.

Prenosi

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Biografija avtorja

Iva Mikl Curk

Zavod SR Slovenije za spomeniško varstvo, Ljubljana

Prenosi

Objavljeno

1979-01-05

Kako citirati

Mikl Curk, I. (1979). Rimska lončenina z nekaterih emonskih najdišč. Arheološki Vestnik, 30. Pridobljeno od https://ojs.zrc-sazu.si/av/article/view/9450

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Rubrike

Rimska materialna kultura na Slovenskem