Emanation des Sinns und Wiederholbarkeit des Ursprungs in der Gadamerschen Hermeneutik

  • Gregor Moder
Keywords: Emanation, Sinn, Ursprung, Wiederholung, Gadamer, das Tragische, das Komische

Abstract

Im Gegensatz zu Bestrebungen der Aufklärung und Romantik, als die Eigenständigkeit der Wissenschaft und Kunst endgültig zur Geltung gebracht wurde, versucht die Gadamersche Hermeneutik die Idee der ganzheitlichen Welterfahrung zu rehabilitieren, worin die religiöse Erkenntnis der menschlichen Endlichkeit die entscheidende Rolle spielt. Gadamer begründet eine solche Rehabilitierung in der Wahrheitserfahrung, die in der Kunst und den Geschichtswissenschaften liegt, und expliziert sie mit Konzepten des Spiels, des Tragischen, des Bildes, der Applikation, des Gesprächs und des Festes. Diese Konzepte lassen sich mit dem Verhältnis zwischen Ursprung und Wiederholung veranschaulichen, wobei die Wiederholbarkeit des Ursprungs schon im Ursprung selbst eingeschrieben ist. Deswegen kann die Struktur des hermeneutischen Verstehens als Emanation des Sinns festgelegt werden. Anhand der Legenden aus dem Leben Jesus und Alexanders sowie des Hinweises auf die Nähe des Tragischen und des Komischen wird im Beitrag versucht, dem Beispiel der Heideggerschen Kehre von Erschlossenheit des Verstehens in die ursprüngliche Entschlossenheit folgend, die Kehre von Emanation des Sinns in die Verwandlung des erzwungenen Sinns in einen neuen Sinn aufzuzeigen.

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Published
2016-03-05
How to Cite
1.
Moder G. Emanation des Sinns und Wiederholbarkeit des Ursprungs in der Gadamerschen Hermeneutik. FV [Internet]. 2016Mar.5 [cited 2020Jul.10];28(3). Available from: https://ojs.zrc-sazu.si/filozofski-vestnik/article/view/4404