Die Auferstehung des Begriffs aus dem Geiste des Nihilismus oder Hegels spekulativer Karfreitag

Zdravko Kobe

Povzetek

Nach einleitender Darstellung der Grundstruktur des Nihilismus-Vorwurfs, den Jacobi an die Philosophie als Unternehmen des reflexiven Erkennens machte, wird in dem Aufsatze die große Bedeutung dieser Diskussion für die Bildung der Hegelschen Philosophie, vor allem in Beziehung auf Schelling dargelegt. Sich an Schelling anlehnend versuchte Hegel in den ersten Jenaer Jahren das Nichts, in dem die Reflexionsphilosophie enden sollte, als notwendige Folge einer willkürlichen Absolutisierung der endlichen Reflexion zu lesen und es durch ihre immanente Selbstvernichtung zu überwinden. Doch fand er dieses Modell schon bald unzureichend, weil das absolute Nichts darin objektiv unbestimmt und subjektiv bloß versichernd bleibt. So stellte er die Aufgabe der Philosophie als Gleichnis des spekulativen Karfreitags, wo der Begriff durch das absolute Leiden beide Forderungen entsprechend erfüllen soll. Anschließend werden einige Folgen angeführt, die die Nihilismus-Problematik in Hegels späteren Werken hinterließ, z. B. in dem Begriffe der absoluten Reflexion, und die auch für heutige philosophische Diskussionen von Belang sein können.

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